Eine der zentralen Aufgaben eines Datenbankadministrators sollte in der Überwachung der Alert-Datei bestehen.
Darin befinden sich - in der Regel - die Antworten auf folgende Fragen:
Da der Administrator aber nicht den Großteil seiner Zeil damit verbringen will, seine (möglicherweise zahlreichen) Alert-Dateien selber zu durchforsten und Oracle sich bei diesem Thema (freundlich ausgedrückt) sehr zurückhält, bleibt es jedem selbst überlassen, dafür eine gewisse Routine zu entwickeln.
In diesem Tipp sollen zwei Möglichkeiten vorgestellt werden, wie die Überwachung Ihrer Alert-Dateien zukünftig aussehen könnte.
Seit Version 11gR2 gibt es zwei Datenquellen, mit denen die Alert-Dateien direkt selektiert werden können.
Zum einen steht die (undokumentierte) View V$DIAG_ALERT_EXT zur Verfügung, mit der aber sämtliche XML-Logdateien ausgelesen werden, die sich unter $ORACLE_BASE/diag befinden.
Zum anderen gibt es die interne (fixed) Tabelle X$DBGALERTEXT, die nur die Alert-Datei der aktuellen Instanz ausliest.
Aus Performance-Sicht ist es anzuraten, die X$-Variante zu wählen, die allerdings nur dem SYS-Benutzer zur Verfügung steht.
Mit der folgenden Abfrage verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick, aus welchen XML-Dateien die View V$DIAG_ALERT_EXT Daten zurückliefert.
Damit ist auch nachvollziehbar, warum die Nutzung dieser View sehr aufwändig ist und lange dauern kann:
Hier nun eine Auswahl an Abfragen, die auf die Alert-Datei der aktuellen Instanz abzielen sollen. Dabei werden immer beide Datenquellen berücksichtigt:
Leider ist damit noch nichts automatisiert worden und falls die Abfragen eine längere Zeit nicht ausgeführt wurden, werden vereinzelte Meldungen gar nicht oder auftretende Probleme vielleicht zu spät erkannt. Deshalb kommen wir nun zur zweiten Möglichkeit der Alert-Datei-Überwachung.
Noch viel praktischer ist es, wenn der Administrator über auftretende Fehler oder Probleme automatisch per E-Mail informiert wird.
Dazu wird im Folgenden ein DBMS_SCHEDULER-Job eingerichtet, der über ein Skript die Alert-Datei in einem regelmäßigen (selbst festgelegten) Zeitintervall nach bestimmten Schlüsselwörtern durchsuchen soll und bei Auffinden eine E-Mail versendet.
In diesem Tipp beschränken wir uns auf den Einsatz eines Powershell-Skripts, d. h. er lässt sich nur unter Windows Systemen umsetzen.
Das nachfolgende Skript wird in einem beliebigen Verzeichnis (z. B. c:\temp unter dem Namen o12c2_alert_to_mail.ps1) abgelegt.
Hinweise